Neues zu schädlichen Arbeitsumfeldern in der IT-Branche

Wann können sich Menschen am Arbeitsplatz wohlfühlen und sicher sein vor Diskriminierung und was führt zum exakten Gegenteil? Traurige Negativbeispiele lieferten Ereignisse in den Unternehmen GitHub und Mozilla in den vergangenen Tagen. Besonders deprimierend wirken diese Nachrichten, da beide Unternehmen hinsichtlich ihrer Arbeitskultur bisher eher positiv herausstachen.

Mozilla mit neuem, LGBT-feindlichen CEO

Vor einigen Tagen gab Mozilla bekannt, dass Brendan Eich zukünftig die Funktion des Unternehmenschefs einnimmt. Es dauerte nicht lange, bis sich einige Personen, darunter Christie Koehler und Tim Chevalier, aus dem Mozilla Umfeld die Mühe machten darauf hinzuweisen, dass Brendan Eich im Jahr 2008 1000$ an die LGBT-feindliche Kampagne Propositon 8 gespendet hat. Die Artikel erklären unterschiedliche Ansichten dazu, inwiefern das einen Einfluss auf die Mitarbeiter_innen und Arbeitskultur hat. Auch auf Twitter ist das Thema seitdem präsent.

Erste Personen zogen daraus bereits Konsequenzen:

Mittlerweile hat auch Eich selbst ein Statement abgegeben, in dem er sich für Inclusiveness ausspricht, jedoch auf seine Spende in der Vergangenheit nicht eingeht.

Update 19:10h: Mittlerweile haben sich einige Mozilla Mitarbeiter_innen auf Twitter für den Rücktritt von Eich ausgesprochen.

GitHub Entwicklerin verlässt das Unternehmen wegen Belästigung

Entwicklerin Julie Ann Horvath gab vorletzte Woche bekannt, dass sie das Unternehmen GitHub aufgrund von andauernder geschlechtsbezogener Belästigung verlässt. Zuvor hatte sie sich lange Zeit für Geschlechtergerechtigkeit in der Community eingesetzt und unter anderem die Passion Projects ins Leben gerufen. Im Anschluss auf die von ihr verfassten Tweets und sich darauf beziehende Artikel, äußerten Personen Zweifel an den Geschehnissen, verlangten Details und belästigten die Entwicklerin und andere Twitter-Mitglieder die von ihrem Fall berichteten. Die Ereignisse wurden jedoch durch Techcrunch in Zusammenarbeit mit Horvath detailliert dargelegt und von GitHub bestätigt und mit Konsequenzen versehen.