Glossar

Dieses stetig wachsende Glossar soll euch beim Verstehen der Blogeinträge helfen und Einblicke in feministische und geekige Sprache gewähren. Natürlich ist dieses Glossar niemals allumfassend und sicher auch nicht immer richtig. Wenn ihr also Begriffe habt, die unbedingt erklärt werden sollten oder passende Links zu bestehenden Begriffen oder Anmerkungen/Kritiken, dann schreibt uns doch bitte!

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Definitionen

*istisch/*ismen
Der Begriff funktioniert als Überbegriff für Diskriminierungsformen. Der Ausdruck „*istische Strukturen“ beispielsweise meint dann sexistische, ableistische, rassistische, cis-sexistische, heterosexistische, klassistische, lookistische etc. Strukturen.
Ableism
Ableism leitet sich ab von den Wörtern ability (Fähigkeit) bzw. to be able to (fähig zu etwas sein) ab. Das Konzept geht noch über den im deutschen üblichen Begriff „Behindertenfeindlichkeit“ hinaus, verweist er doch auch auf die zugrunde liegenden gesellschaftlichen Normen, die bestimmen, was mensch können muss. Einige Aktivist_innen bevorzugen den Begriff Disableism, da dieser klarer mache gegen wen die Diskriminierung gerichtet ist. Für Ableism wurde bisher kein passender deutscher Begriff geprägt.
Lesetipp: Rebecca Maskos: „Bist Du behindert oder was?!“ Behinderung, Ableism und souveräne Bürger_innen.
Bi-/Pansexualität
Eine sexuelle Orientierung. Die erste Silbe bi (zwei) bzw. pan (alle) stellt klar, dass sich das Begehren einer bi- oder pansexuellen Person auf mehr als nur ein Geschlecht bezieht wie bei der [→ Heterosexualität] oder [→ Homosexualität]. Die Begriffe sind vielfach gleichbedeutend. Viele Pansexuelle nennen sich so, weil dieser Begriff ihrer Meinung nach expliziter auf [→ Nichtbinäre] Geschlechter hinweist. Bisexualität schließt nichtbinäre Geschlechter aber nicht aus; eine moderne Definition ist „die Fähigkeit, Personen sowohl des eigenen als auch anderer Geschlechter zu begehren“.
cis
Ein Adjektiv, das Personen bezeichnet, deren bei Geburt zugewiesenes Geschlecht mit der eigenen Geschlechteridentität übereinstimmt.  Siehe auch  [→ Trans]. Hörtipp: Der Podcast “heiter scheitern” widmet sich eine Folge lang kritisch dem Begriff.
Derailing
Derailing bedeutet übersetzt Entgleisung/Herausspringen. Bezeichnet werden damit Strategien, die angewandt werden, um eine Diskussion vom eigentlichen Thema ab/wegzulenken. Dabei werden die kommentierten Positionen meistens als unwichtig abgetan oder trivialisiert. Dies passiert äußerst oft zu gesellschaftskritischen Beiträgen. Typische Derailing-Sätze sind “Ich kenne aber eine Person, die das anders sieht”, “Das, was du sagst, sind ja eh nur Meinungen und keine Fakten”, “Hast du keine anderen Probleme?” oder “Wenn es dir wirklich wichtig wäre, dann würdest du mir jetzt auch alles erklären”.
Default
Der Begriff Default (aus dem Englischen: „Vorgabe“) findet in verschiedenen Disziplinen und Wissenschaften Erwähnung. Wir beschränken uns hier auf die Definition von Default als Standardannahme im Bezug auf die Frage, wie bestimmte Rollen oder Personengruppen ausgestattet sind. Sprechen wir von solchen, haben wir erfahrungs-, gesellschafts- und sozialisationsbedingt bestimmte Attribute im Kopf, wie diese in Erscheinung treten und allgemein „gesehen“ werden. So ist z. B. der Begriff Geek weiß und männlich* konnotiert, obwohl diese Zuschreibung nicht der gesellschaftlichen Realität entspricht.
Feminismus
Wenn du hier eine allumfassende Feminismus-Erklärung erwartet hast, müssen wir leider enttäuschen. Die erste wichtige Lektion aber wäre: Es gibt nicht DEN Feminismus, sondern eine ganze Reihe von feministischen Strömungen/ Feminismen, die sich auch durchaus widersprechen können. Eine häufige Definition sagt aus, dass Feminismus für die soziale, kulturelle, politische and ökonomische Gleichstellung von Männern und Frauen eintrete. Für uns (und viele Theoretiker_innen und Aktivist_innen der letzten Jahrzehnte) bedeutet Feminismus aber deutlich mehr: Feminismus steht für das Erkennen und Bekämpfen gesellschaftlicher Strukturen, die bestimmte Gruppen unterdrücken, ohne den Blick auf ineinenander verschränkte Diskrimninierungsformen (race, Klasse etc.) zu verlieren. Dabei wird auch überhaupt die Gegenüberstellung von Männern und Frauen betrachtet und dieses binäre Geschlechterverständnis in Frage gestellt.
Flashback
Übersetzt „Rückblende“ oder „blitzartig zurückkommen“ – ein durch Trigger ausgelöstes (Wieder-)Erleben von traumatischen Erfahrungen und damit verbundenen Gefühlszuständen, die in der Situation im Erleben identisch mit der Ursprungserfahrung sein können. Dabei werden teils heftige Gefühle neu durchgemacht, was für die erlebende Person zumeist sehr belastend ist.
Geek
Geeks waren im 18. und 19. Jahrundert “Künstler_innen”, die in sog. Side-Shows makabere Acts vorführten. Heute versteht man unter einem Geek eine Person, die sich durch ein leidenschaftliches Interesse an einem bestimmten Thema auszeichnet, das ursprünglich ausschließlich in den Bereichen Technik und Informatik verortet war. Heute lässt der Begriff vielschichtigere Interessen zu, so dass die Leidenschaft für die Beschäftigung vordergündig ist, das Themenfeld zwar häufig der Informatik entspringt, aber nicht entspringen muss. Aufgrund von Geschlechter-Klischees werden gerade Frauen* oft nicht als Geeks angesehen und akzeptiert, da ihnen Themenvorlieben jenseits von IT & Technik zugeschrieben werden und sie nach wie vor in MINT-Bereichen (MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft Technik) unterrepräsentiert sind.
Gender/Sex
Gender umfasst die kulturell-historischen Determination von Geschlechterrollen und sex steht für das körperliche Geschlecht, wobei auch dieses als historische und regionale Größe gesehen wird. ‭ ‬Die sprachliche Unterscheidung zwischen‭ ‬sex‭ ‬und‭ ‬gender gibt es in der deutschen Sprache nicht, beides wird mit Geschlecht übersetzt.‭ Das Spektrum Gender/Sex ist vielfältig und es existieren neben den Kategorien „Mann“ und „Frau“ auch noch weitere Geschlechter, siehe z.B. [→ Intersexuell] und [→ Nichtbinär]
Lesetipp: Gender im Glossar des Krass Mags.
Gender_Gap
Das Gender Gap bezeichnet die folgende gegenderte Schreibung: Feminist_innen. Das Gender Gap ersetzt bei dieser Schreibweise die Binnen-I-Form. Es soll das binäre System (Mann/Frau) aufbrechen und Raum lassen für weitere Identifikationen. Einige Theoretiker_innen plädieren dafür, den Unterstrich nicht immer an die gleiche Stelle zu setzen, da dies weiterhin die maskuline Form hervohebe, sondern ihn stattdessen im Wort wandern zu lassen (Bsp.: Fem_inistinnen). Statt des Unterstrichs wird oft auch das Gender-Sternchen benutzt (Bsp.: Feminist*innen).
Gendersternchen
Das Gendersternchen kann einerseits so gebraucht werden, wie das Gender_Gap. Das Sternchen an sich wird im Computerbereich schon lange als Platzhalter genutzt und zeigt also an, dass dort noch andere Zeichen hinkönnen. Das Sternchen kann natürlich verschieden benutzt werden. Wenn wir es hinter die Worte “Frau”, “Mann”, usw. schreiben, soll es vor allem anzeigen, dass es sich um soziale Konstruktionen handelt (nicht um unveränderliche “biologische” Wahrheiten).
Herrschaftskritik
In erster Linie bedeutet Herrschaftskritik erst einmal, dass gesellschaftliche Machtstrukturen analysiert und bewertet werden. Das passende Adjektiv „herrschaftskritisch“ beinhaltet demgegenüber bereits auch die Ablehnung bestimmter vorherrschender (*istischer) Strukturen.
Heterosexismus
Unter Heterosexismus fallen alle gesellschaftlichen, institutionalisierten und individuellen Annahmen und Taten, die nicht-heteronormative(s) Beziehungen/Identitäten/Verhalten etc. stereotypisieren, abwerten, angreifen und diskriminieren. [→ Heterosexualität] wird damit als Norm verteidigt.
Lesetipp: Heterosexism Fact Sheet (Englisch)
Heterosexuell
Eine sexuelle Orientierung. Wortwörtlich bedeutet hetero „ungleich“ und bezieht sich auf das Geschlecht eines Gegenübers, welches in diesem Begehren nicht dem eigenen entsprechen soll. Es handelt sich bei dieser Orientierung meist jedoch lediglich um ein Begehren des binären „Gegengeschlechts“, also bei Männern auf Frauen und bei Frauen auf Männer gerichtet. Über [→ nichtbinäre] Personen macht die Orientierung keine Aussage.
Homosexuell
Eine sexuelle Orientierung. Wortwörtlich bedeutet homo „gleich“ und bezieht sich auf das Geschlecht eines Gegenübers, welches in diesem Begehren eben dem eigenen entsprechen soll. Es handelt sich bei dieser Orientierung meist jedoch lediglich um ein Begehren des binären „Gegengeschlechts“, also bei Männern auf Männern und bei Frauen auf Frauen gerichtet. Über [→ nichtbinäre] Personen macht die Orientierung keine Aussage.
Intersexuell
Intersexualität bezeichnet keine sexuelle Orientierung, sondern bedeutet übersetzt „zwischengeschlechtlich“ und bezieht sich auf das körperliche Geschlecht [→ Sex] einer Person. In der biologischen Norm gibt es eine Menge verschiedene Geschlechtsmarker wie Chromosomen, Hormonhaushalt, Form der Gonaden (Eierstöcke, Hoden oder etwas anderes), etc. – von der Medizin wird teils sogar die Fähigkeit im Stehen zu Pinkeln aufs Geschlecht bezogen.
Eine Person ist intersexuell, wenn nicht alle ihrer Geschlechtsmarker eindeutig in die gleiche biologischen Kategorie „männlich“ oder „weiblich“ eingeordnet werden können. Intersexuellen Personen wird fast überall dennoch bei Geburt ein binäres Geschlecht zugewiesen, wozu teilweise selbst Kleinkinder zu Operationen gezwungen werden, die ihnen ein binärgeschlechtliches körperliches Äußeres verschaffen sollen.
Ein guter englischer Beitrag über die verschiedenen Stufen der fötalen Entwicklung im Mutterleib, verschiedene Geschlechtsmarker und was neben den binären körperlichen Geschlechtern sich dabei alles entwickeln kann, gibt es im feministischen Blog Disrupting Dinner Parties. Außerdem hier noch eine englische einstündige Dokumentation: Intersexion.
Linkspam
Ursprünglich bezeichnet der Begriff die Auswirkung von untereinander verlinkten Webseiten, die nur existieren, um auf links-basierenden Algorithmen das Suchmaschinen-Ranking „auszutricksen“. Dadurch wird z. B. ermöglicht, dass bestimmte Webseiten in ihrer „Relevanz“ bei Suchmaschinen höher bewertet werden. Der Begriff Linkspam hat sich als ironische Bezugnahme auf dieses Prinzip entwickelt, um schlichtweg Linksammlungen zu bezeichnen. Es geht also um Links, Links, Links. Auf Femgeeks wird derzeit einmal wöchentlich am Freitag eine solche Linksammlung veröffentlicht.
L.I.Y
Die Abkürzung steht hier für Learn It Yourself (Lern es selbst) und steht im Zusammenhang mit D.I.Y. Es geht darum, selbst in nicht unbedingt formalisierten Formen Dinge zu lernen, einfach weil mensch das so möchte.
Lookism
Lookism (aus dem Englischen: Look = Aussehen, ism = Ismus) bezeichnet die Stereotypisierung und/oder Diskriminierung von Individuen aufgrund des körperlichen Erscheinungsbildes. Ihm liegt die Annahme zu Grunde, dass äußerliche Merkmale positiv oder negativ bewertet werden – wobei die Kategorisierung von unterschiedlich(st)en Faktoren wie z. B. Geschlechterrolle, Kultur, Gesellschaft beeinflusst wird – und diese Indikatoren für die Wertigkeit einer Person sind.
Nichtbinär
Ein Geschlecht ist nichtbinär, wenn es nicht einer der binären Kategorien „Mann“ oder „Frau“ entspricht. Es existiert ein riesiges Spektrum nichtbinärer Geschlechter wie genderqueer (generell nicht binärgeschlechtlich verortet), genderfluid (je nach Zeitpunkt unterschiedliches Geschlecht), neutrois (ein neutrales, drittes Geschlecht, das explizit kein Zwischengeschlecht aus „Mann“ und „Frau“ ist) und viele weitere. Nichtbinäre Geschlechtsidentitäten sind keine moderne Erfindung, sondern existier(t)en in dutzenden Gesellschaften weltweit. Sie wurden jedoch durch den christlichen Kolonialismus weltweit unterdrückt und teilweise ausgelöscht. Nichtbinäre Menschen sind zumeist [→ trans], weil in den meisten Gesellschaften bei Geburt zugewiesene Geschlecht eigentlich immer ein binäres ist.
PoC
Der Begriff steht für Person of Color (Einzahl)/People of Color (Mehrzahl) und ist eine Selbstbezeichnung von Menschen, die von Rassismus betroffen sind.
Podcast
Podcasts sind erst einmal einfach online abonnierbarer Mediendateien (Video/Audio). Der Begriff setzt sich aus broadcast (Sendung) und IPod, da gerade mit der Verbreitung dieser und anderer mp3-Spieler die Beliebtheit der Podcasts zunahm, zusammen. und Meistens werden damit selbstproduzierte radiosendungsähnliche Stücke gemeint, die entweder als Datei herunterladbar oder online im Stream hörbar sind (Videoserien werden häufig spezieller als Vidcasts oder Video-Podcasts bezeichnet).
Wir stellen in unserer Serie Ein <3 für Podcasts immer mal wieder Podcasts vor.
Polyphonie
Polyphonie (aus dem Altgriechischem: πολύ, polý, “viel”, “mehr”, und φωνή, phonḗ, “Stimme”) bedeutet so viel wie Mehr- oder Vielstimmigkeit. Ein solches mehrstimmiges Klangbild zeichnet sich dadurch aus, dass gleichzeitig mehrere Töne oder Stimmen erklingen. Bei Liedern oder Chören z. B. können diese unterschiedlichen Stimmen von unterschiedlichen Personen übernommen werden (1. Stimme, 2. Stimme). Streng musikwissenschaftlich betrachtet wird zwischen mehreren Formen der Mehrstimmigkeit unterschieden, worauf hier im nicht im Weiteren eingegangen werden soll. Eine ausdifferenzierte Definition findet sich im Universal-Lexikon ACADEMIC.
TERF
TERF ist die Abkürzung für „[→ Trans]-exclusionary radical feminist“, also radikale Feminist*innen, die trans Personen ausschließen – insbesondere trans Frauen. Die Bezeichnung wurden im Jahr 2008 von Viv Smythe geprägt, um die Teile des radikalen Feminismus zu beschreiben, die sie als ideologisch transfeindlich betrachtet. Diese feministische Strömung zeichnet sich durch die Ablehnung der dritten Welle des Feminismus (besonders der queer theory) und extreme Transmisogynie aus: TERFs glauben, dass die einzig wirklichen Frauen Personen mit angeborener Vagina und XX-Chromosomen sind und werfen trans Frauen vor, in Wirklichkeit bloß Männer zu sein, die den Feminismus unterwandern möchten. Aus diesen Gründen kämpfen sie beispielsweise dafür, trans Frauen von ihrer medizinischen Versorgung abzuschneiden und engagieren sich damit direkt für eine Verletzung der Menschenrechte.
tl;dr
Ausgeschrieben steht der Ausdruck für too long, didn’t read, also “zu lang; nicht gelesen”. Er wird entweder von Menschen benutzt, die auf einen langen Text antworten, obwohl sie ihn nicht gelesen haben (bei uns nicht erwünscht!) oder aber es wird einem langen Artikel als ironische Einleitung für eine kurze Zusammenfassung vorangestellt.
trans
Ein Adjektiv, das Personen bezeichnet, deren bei Geburt zugewiesenes Geschlecht nicht mit der eigenen Geschlechteridentität übereinstimmt. Trans Personen möchten meist von ihrer Umwelt als ein anderes als das ihnen zugewiesene Geschlecht wahrgenommen werden. Dabei kann es um die Nutzung von Pronomen geben Siehe auch [→ cis].
Trauma
Ein Trauma ist ein Ereignis, dem gewaltvolle Erfahrungen (physische, psychische, rassistische, sexualsierte, ritualisierte Gewalt, (Natur-)Katastrophen, Krieg, Folter, etc.) zu Grunde liegen, die eine im höchstem Maße invasive Verletzung der physischen und psychischen Integrität zur Folge hat.
Lesetipps: Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie und Trauma und Dissoziation.
Trigger
Trigger (= Auslöser) kann alles Mögliche sein, das zu Assoziationen mit – in den meisten Fällen traumatischen – Erfahrungen führt. Dabei kann das gesamte Spektrum an Sinnesorganen involviert sein, das traumatische Erinnerungen und [→ Flashbacks] auslöst (Gerüche, Musik, Texte, Bilder, Umgebung), aber auch bestimmte Daten können mit gewaltvollen Erfahrungen assoziiert werden. Wichtig dabei ist, dass die Auslöser dem Bewusstsein – je nach Umfang der Zugänglichkeit zu Erinnerungen an die traumatische Erfahrung und Stand der Aufarbeitung des Traumas – oftmals nicht zugänglich sind und daher nicht per se vorbestimmbar ist, was triggern kann.
Triggerwarnung
Triggerwarnungen im Netz werden Texten und/oder Links vorangestellt, in denen potentiell triggerende Worte und Inhalte enthalten sind. Ein Beispiel: “Triggerwarnung: In dem Text sind graphische Gewaltbeschreibungen und rassistische Sprache enthalten.”
Lesetipp: Zum Thema »Triggerwarnungen« von Paula Puzzlestücke.
weiß(e Menschen)
Die Kursivschreibung des Wortes  soll darauf hinweisen, dass es sich bei Kategorien wie weiß und Schwarz lediglich um soziale Konstruktionen handelt, welche aber wirkmächtig sind. D.h. ob ein Mensch als weiß kategorisiert wird, ist eine rein soziale Konstruktion. Wenn einem Menschen aber das weiß-Sein zugesprochen wird, hat er reale Vorteile, da wir in einer rassistisch strukturierten Gesellschaft leben.

Weitere Lesehinweise

Das Awarenessteams des Gendercamps 2012 hat auf dem Doku-Blog des Gendercamps eine tolle Zusammenstellung an einfachen Erklärbärtexten und weiterführenden Beiträgen zu

[…] unterschiedlichen gesellschaftlichen Machtverhältnissen und zu einigen Begriffen, die in queer_feministischer Praxis & Theorie eine Rolle spielen.

Fast alle verlinkten Texte sind auch auf Deutsch. Diese Schmöker-Ecke sei allen Leser_innen wärmstens empfohlen.

Ein Tipp für alle jene, die sich mehr über Gender informieren wollen, sei das wundervoll illustrierte und auch frei zugängliche E-Book „The Gender Book“ empfohlen.

 

2 Kommentare

  1. chirlu at · ·

    Hallo allerseits,
    ich bin gerade darüber gestolpert, dass der Link unter Ableism zum Text „Bist Du behindert oder was?!“ Behinderung, Ableism und souveräne Bürger_innen“ nicht(mehr?) funktioniert: Error 404. Meine Suche führte mich dann zu: http://www.zedis.uni-hamburg.de/www.zedis.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/maskos_14122011.pdf

    1. Maya at · ·

      Vielen Dank für den Hinweis, ich habe den Link korrigiert. :)

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