Eine Frau mit Interesse an Wissenschaft? Un-glaub-lich.

[Anmerkung zum Inhalt: Übergriffigkeit, sexualisierte Inhalte]

Es gibt so Seiten auf Facebook, die finden Freund_innen aus allen Lebensbereichen von einer gut. Irgendwas mit Katzencontent, George Takei oder „I fucking love Science“. Bei über 4,3 Millionen Likes kein Wunder. Täglich gibt es dort lustige Bilder aus dem Labor, schöne Bilder zu faszinierenden Fakten und neuen Studienergebnissen, die tausendfach weiterverbeitet werden. Was anscheinend viele verwundert: Die Seite betreibt eine Frau.

Andrew Moffat: “Ditto! Nice pic.. sooo what your name on fb? Ahaha” 20 March at 20:26 · Like – Luke Thompson: “wow, your a hottie! Follow trump, funny, funny” 20 March at 20:29 · Like

„Du bist eine Frau im Internet, also gib mir Deine Kontaktadaten!“

Seit Elise Andrew am 20. März auf ihren neuen, persönlichen Twitter-Account hinwies, ist genau all das auf der Seite aufgeschlagen, was Frauen ihre Identität oft verbergen lässt. Dass „in der Wissenschaft Geschlecht nicht zählt“, widerlegen all die Kommentare zu ihrem Äußeren.

Rubin Thomas: “The only science you should be learning is culinary science” 20 March at 21:58 · Like

„Ab in die Küche, Frau!“

Außerdem dabei: Jede Menge Übergriffigkeit, ihre Fickbarkeit wird diskutiert und auch „in die Küche“ soll sie eigentlich gehen. Die Geschichte schaffte es schließlich auch zum Guardian. Um die Frage Is this really 2013? von Andrew zu beantworten: Ja, auch 2013 ist es anscheined noch ein radikales Konzept, dass Frauen Naturwissenschaft mögen und sie dann nicht zu belästigen.

Tim Ingram: “So if youve got twitter, do you take anal?” 20 March at 20:52 via mobile · Like – Charlie D'Mellow: “Ctrl+F: "Hot" = 28 results (spread mostly over last 75% of comments) Ctrl+F: "Cute" = 24 results (spread fairly evenly throughout) Ctrl+F: "Sexy" = 12 results (mostly in the last 50% of comments) I guess it *sunglasses* "figures"!” 20 March at 20:54 · Like

„Du bist eine Frau im Internet, hast Du Sex mit mir?“