Abenteuergeschichten: Von Diamanten und Kommandos

Dieser Artikel ist Teil 1 von 2 in der Serie Abenteuergeschichten: Von Diamanten und Kommandos

Ich lern jetzt mal programmieren. Dieser Entschluss kam zeitgleich so spontan wie auch unspontan. Eigentlich hatte ich schon seit längerem darüber nachgedacht. Ich habe nicht das Ziel beruflich oder sonstwie semi professionell programmieren zu können, viel eher möchte ich verstehen, was um mich herum geschieht und warum. Dann bin ich auf Danielle Sucher gestoßen und ihre wundervolle Chrome-Applikation, die Geschlechter-Pronomen in Texten vertauscht und somit alltägliche Texte aufrüttelt. Später habe ich bei Femgeeks angefangen zu schreiben und um mich herum all die Grrrls* mit ihren Fähigkeiten bewundert. Dass ich nun aber wirklich anfange zu lernen, war ein ganz spontaner Entschluss. Dinge, die mensch krank im Bett liegend beschließt.

Vor einiger Zeit durften wir ja hier einen Beitrag von Birte Goldt veröffentlichen, wo sie verschiedene Quellen (in erster Linie für Ruby) zum Selbstlernen zusammengetragen hatte. Diese Liste war für mich schon einmal ein super Anfang um herauszufinden, wo ich anfangen möchte. Da ich kein konkretes Lernziel habe (in dem Sinn, dass ich am Ende meiner Reise nicht irgendetwas Bestimmtes programmieren können möchte), habe ich mich von Seite zu Seite treiben lassen. Für mich war klar: Ich möchte Spaß haben. So bin ich bei der Codeschool hängen geblieben. Da muss ich zwar bezahlen, aber dafür bekomme ich Lektionen in hübschester Computerspiele-Ästhetik. Vor allem gibt es dort Kurse zu Ruby und Rails, oder Dinge aus diesem Umfeld. Außerdem habe ich mich bei der Codecademy angemeldet. Vielleicht merkt ihr es: Ich mag nette Seiten, wo Lernfortschritte in Prozentzahlen dargestellt werden und Badges auf mich warten.

Gestern morgen wusste ich quasi nichts zum Thema Programieren, zu verschiedenen Sprachen (gut, ich konnte ein paar benennen) und wie ich Kommandos eingebe. Am Nachmittag saß ich bereits da und habe Listen zusammengefügt, coole neue Wörter gelernt und ziemlich viel Angst vor dem Tippen von Code-Zeilen verloren. (Verzweifelt war ich aber auch schon mindestens sieben Mal.)

Und da ich davon ausgehe, dass ich nicht die einzig geekig interessierte Feminist_in bin, die Femgeeks liest, aber wenig Ahnung von Programmieren hat (was ja auch bei weitem nicht das einzige Geek-Thema ist), habe ich beschlossen meine Abenteuer mit Ruby und was da noch kommen mag zu teilen. Also: Be prepared!

 

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