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Kompetenz meets Angst

Dieser Artikel ist Teil 43 von 48 in der Serie Community Monday

Am ersten Montag im Monat werfen wir ein Thema in die Runde, ob aktuell oder zeitlos, über das wir uns gern mit euch austauschen wollen. Rege Beteiligung mehr als erwünscht!

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Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich in dem was ich tue gut bin. Sehr gut sogar. Und wenn ich etwas noch nicht so gut kann, bin ich extrem gut im mich reinfuchsen. Obwohl ich mir dessen sicher bin und auch mein Selbstbewusstsein recht gut ausgeprägt ist, komme ich immer wieder an Stellen an denen ich zurück schrecke. Ich zweifle dann, ob ich wirklich das abrufen kann, was ich mir vorstelle, ob ich wirklich die richtige Person für den Job bin, ob es nicht ein anderer (sic!) besser könnte. Oft funktioniert das durchringen, manchmal auch nach rücksichernden Gesprächen mit mir nahestehenden Leuten. Und noch nie habe ich es danach bereut. Immer lief alles gut, alle waren zufrieden mit mir oder mehr als das. Schade eigentlich für die Projekte, Dinge, Jobs an die ich mich nicht getraut habe.

Wie geht es euch mit Herausforderungen? Wie geht ihr mit eigenen Zweifeln um? Was hilft euch, euch durchzuringen etwas zu wagen oder auch nur einfach das zu machen, was ihr macht und von dem ihr eigentlich wisst, dass ihr es gut könnt?

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Von Susanne

Susanne ist zur Zeit hauptberuflich Weltenbummlerin und Bloggerin. Zuvor studierte sie Medientechnologie und arbeitet ein Jahr als Systemingenieurin beim öffentlich-rechtlichen Fernsehn. Zum Geek wurde sie vorallem über Computerspiele und die unlängst erwachte Freude am Webprogrammieren. Die Feministin in ihr ist sowohl Ergebnis einer empowernden Familie als auch eine Antwort auf die Erfahrungen mit dem Rest der Welt.

3 Antworten auf „Kompetenz meets Angst“

Wow! Ich erkenn mich da total drin wieder! Ein bisschen verändert hat das ein Praktikum, an dessen Ende ich mit Lob überschüttet wurde, obwohl meine Selbstwahrnehmung so war, dass ich eigentlich die ganze Zeit nur Bullshit gebaut habe. Was mir hilft ist: Mit Freundinnen reden, die schon was mit mir zusammen gemacht haben. Mir anhören, wie verwundert die sind, wenn ich mir was nicht zutraue, weil ich doch so ein „Crack“ bin. (Mit dem Glauben, dass eigentlich sie die Cracks sind.) Und Verstehen, dass die, mit denen man sich vergleicht, meistens entweder nur sehr schlau daher reden können, oder das ganze schon viel länger machen als ich.

Auf jeden Fall auch das Gespräch mit Freunden und Familie. Außerdem sich in Erinnerung rufen, dass man schon oft vor neuen Herausforderungen stand und diese dann auch letztendlich immer gut bewältigt hat :)

Paulo Coelho hatte das mal schön geschrieben:

Höre nie auf zu zweifeln. Wenn du keine Zweifel mehr hast, dann nur, weil du auf deinem Weg stehengeblieben bist. […] Aber achte auf eines: Lass nie zu, dass Zweifel dein Handeln lähmen.

Insofern halte ich Zweifel immer für ein gutes Indiz, dass mensch nachdenkt und reflektiert. Das ändert natürlich nichts an der Herausforderung den Zweifel zu bezwingen, jedoch kann eine positive Einstellung ggü. dem Zweifeln helfen den Sprung zu wagen.

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