Kleine Gebäckkugeln mit weißem Guss und roten Sprechblasen als Dekoration

Das große Rauschen – (Wie) Schaltet ihr ab?

Dieser Artikel ist Teil 46 von 48 in der Serie Community Monday

Am ersten Montag im Monat werfen wir ein Thema in die Runde, ob aktuell oder zeitlos, über das wir uns gern mit euch austauschen wollen. Rege Beteiligung mehr als erwünscht!

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Über Strategien und Gedanken über das Spannungsfeld von Aktivismus und Selbstfürsorge haben wir auch schon das ein oder andere Mal in unserer Reihe Selbstfürsorge: Kniffs & Tricks & Tipps geschrieben. Und erst heute erschien noch ein Artikel bei High on Clichés zum Thema. Gestern wurde mir ein Artikel in meine Twitter-Timeline gespült. Thema: wie eine_r für sich selbst die Internetnutzung regulieren kann, um nicht immer auf 180 zu sein.

Da sich bei mir viel Zeit meiner Lohnarbeit, meines Aktivismus und meiner „Freizeit“ (wobei auch alle drei Dinge mal mehr mal weniger fließende Grenzen haben) im Internet abspielt, und sei es nur Emailverkehr, entsteht für mich auch unglaublich viel Stress eben dort. Da bin ich nicht allein. Bei diesem Community Monday soll es nun nicht darum gehen, dass das Internet ja auch viel Tolles bietet, sondern eben um Strategien, wie ihr mit den problematischeren Mechaniken umgeht. Mir persönlich geht es nicht unbedingt darum „produktiver“ zu werden (typische kapitalistische Logiken, adieu), sondern sich besser zu fühlen.

Was ich versuche: Emails nur ein- bis zweimal am Tag checken und dann abarbeiten, die restliche Zeit habe ich mittlerweile auch Thunderbird ganz geschlossen. Heute habe ich vor allem getestet, ob es mir etwas bringt, wenn ich mich aus all den sozialen Netzwerken auslogge, wenn ich eigentlich gerade etwas anderes machen möchte. Und oh wunder: Es ist tatsächlich super, selbst wenn ich aus Reflex zum zehnten Mal in sechzig Minuten den Facebook-Button drücke, denke ich noch einmal nach, ob ich wirklich gerade zu FB wollte (und meistens ist die Antwort eindeutig: Nein.).

Nun zu euch: Welche Strategien benutzt ihr, um von dem ganzen Input nicht erschlagen zu werden? Was hilft euch durch einen „normalen“ Internettag? Und plant ihr auch mal ganze Internetauszeiten ein?

 

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