4 Podcasts für zwischen den Jahren

Für viele, gerade queere Menschen ist Weihnachten und Silvester leider immer noch keine so schöne Zeit. Unangenehme Situationen, offene Ablehnung, nervige Nachfragen – um dem ganzen ein wenig zu entfliehen hilft es vielleicht manchmal, sich die Kopfhörer aufzusetzen und sich mit Podcasts abzulenken. Das Femgeeks-Team hat für euch ein paar spannende, witzige oder fantasievolle Casts parat.

 

Lara empfiehlt: Die Geschichtenkapsel

Die meisten Podcasts funktionieren gleich: Menschen reden miteinander über Themen. Die Geschichtenkapsel ist anders. Hier geht es um Hörgeschichten, mal als Hörspiel, mal als Hörbuch inszeniert. Dahinter steckt eine kleine Community an Autor*Innen, Sprecher*Innen und Audiobastler*Innen. Das Tolle daran: Jede*r kann mitmachen!

Tess empfiehlt: Backtalk

Ich höre eigentlich fast nie Podcasts, sondern lasse lieber mal einen Ted Talk oder ein Youtube Video nebenbei laufen, weil ich dem meistens besser zuhören kann. Backtalk ist die Ausnahme: Er diskutiert feministische Antworten auf Popkultur und Politik, also Weinstein-Effekte, Gesetzesänderungen und komplett weiße Oscarverleihungen. Dabei sind die beiden Podcasterinnen nicht nur schlagfertig und witzig, sondern zeigen auch spannende Verbindungen und Kontexte auf. Der Podcast ist ein Bisschen USA-lastig aber macht dafür sehr viel Spaß!

Melanie empfiehlt: On Being

Irgendwie habe ich mich in den vergangenen Monaten nach und nach aus den sozialen Medien zurückgezogen. Alles wurde mir zu viel und zu laut. Podcasts wurden damit zu (m)einer Informationsquelle der Wahl, die nicht schnell und nervenaufreibend daherkommt, sondern ein Gefühl einer zufriedenen Nachdenklichkeit hinterlässt. On Being höre ich regelmäßig in der Badewanne oder beim Kochen. Der Podcast beschäftigt sich mit den tiefen Fragen des menschlichen Lebens: Wer sind wir? Warum sind wir hier? Wie wollen wir eigentlich leben?

Silke empfiehlt: All Computers Are Beschlagnahmt. Zum Verbot von Indymedia linksunten

Ich habe seit ein paar Jahren kaum noch Zeit, bzw. nehme mir kaum noch Zeit, Podcasts regelmäßig zu verfolgen. Um so lieber höre ich mir gezielt Vorträge zu ausgewählten Themen an. Der letzte, den ich sehr gut fand, ist politisch leider frustrierend: Es geht nämlich um das verbotene indymedia.linksunten-Portal. Auf dem Chaos Communication Congress 20178 (34c3) hat Kristin Pietrzyk, ein*e der derzeit fünf involvierten Anwält*innen, über das Verbot gesprochen, es in den Kontext der Pressefreiheit eingeordnet und die Situation der betroffenen Einzelpersonen geschildert. Hier gibt es den Vortrag zum Angucken oder Runterladen.