Kleine Hacks, die das Leben schöner machen

In diesem Artikel präsentieren Helga (Games) und Melanie (Facebook) die Fundstücke der Woche.

Erinnert ihr euch noch an den Vater, der für seine Tochter The Legend of Zelda: The Wind Waker hackte? Jedes Pronomen im Spieltext, das Link als Jungen ausweist, wurde zu einem weiblichen.

Einen Schritt weiter ist nun Mike Mika gegangen. Dank einem coolen Hack gibt es nun die Donkey Kong: Pauline Edition, in der Pauline Mario retten muss. Das einzige Manko: Die Handtasche und der Regenschirm sind immer noch in pink und damit vermutlich nicht Marios Accessoires.

Was habt ihr bei Facebook als Geschlecht ausgewählt? Welche Werbung bekommt ihr?

Facebook erzwingt für die Registrierung neuer Nutzer_innen die Angabe eines Geschlechtsattributs. Dieses wird dann (für andere sichtbar, eingeschränkt oder unsichtbar) im Profil vermerkt und für Satzbausteine (z.B. „hat ihren eigenen Link kommentiert“) verwendet. Aktuell werden bei der Neuanmeldung die Auswahlmöglichkeiten „weiblich“ oder „männlich“ angeboten und es kann im Nachhinein weiterhin zwischen diesen Optionen gewechselt werden. Dies war nicht immer der Fall und auch heute sind viele Benutzer_innen bei Facebook ohne dieses Geschlechtsattribut (welches dann auf „Other/Undisclosed“ steht) unterwegs. Sätze werden dann mit „er/sie“ oder im Englischen mit „they“ gebildet. Auf meinem ersten Facebook Konto 2007 konnte ich (Melanie) noch zwischen dem binärgeschlechtlichen System und keiner Angabe wechseln. Bei meinem aktuellen Konto habe ich mich irgendwann für ein Geschlecht aus dem binären System entschieden und Facebook beschloss anschließend die dritte Option abzuschaffen. Fortan gab es nur noch die Möglichkeit zwischen „männlich“ und „weiblich“ zu wechseln (was ich auch nutzte). Ich bekam nicht gerade wenige verwirrte Nachrichten von Freund_innen die mich darauf hinwiesen, dass die Bezeichnungen in Facebooks Sätzen manchmal nicht zu mir passen würden.

Letzte Woche erschien dann endlich eine Möglichkeit mit der Nutzer_innen ihr Geschlecht wieder zurück auf Other/Undisclosed stellen können in meiner Timeline. Die Lösung stammt nicht von Facebook selbst. Es handelt sich hierbei um einen Hack, ein kleines Script, zur Verfügung gestellt und erstellt von Alec Wright und kann hier heruntergeladen werden (Englisch, mit Anleitung). Mit dem Plugin Greasemonkey für Firefox (oder Tampermonkey für Chrome) kann das Script in die Facebook-Seite eingebettet werden. Da das Geschlechtsattribut im Facebook-Code unter der Oberfläche die Werte 0 (undisclosed), 1 (male) und 2 (female) annehmen kann und lediglich die Auswahlmöglichkeit an der grafischen Oberfläche auf zwei Werte beschränkt wurde, sorgt das Script dafür, dass die dritte Option auf der (mobilen) Facebookseite wieder sichtbar wird und ausgewählt werden kann. Kurz gesagt fügt das Script lediglich einen fehlenden Auswahlknopf hinzu, solange es beim Aufruf der mobilen Seite aktiv ist. Das hat bei mir prima funktioniert, ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass Facebook diese Möglichkeit demnächst mit technischen Mitteln unterbindet. Sinn der ganzen Geschlechtskategorisierung ist personalisierte Werbung. Werbekund_innen von Facebook verteilen ihre Anzeigen häufig nach Geschlecht und Altersgruppe. Dies führt dazu, dass ich als „weiblich“ Werbung für Hochzeiten, Schuhe und Diäten bekomme. Als „männlich“ hingegen „Frauen in meiner Umgebung“ und Bodybuilding Tipps. Seit der Benutzung des Scripts bekomme ich nur noch Werbung für Apps. Na dann lieber Apps.