Highlights von der GamesCom 2013

@skategyrl bezeichnet sich als Nerdin, arbeitet im IT-Bereich und zockt leidenschaftlich gerne und viel. Sie hat (auch) dieses Jahr die gamescom besucht und hat zu unserer großen Freude ein paar subjektive Eindrücke ihres Besuches zusammen getippt. Wir freuen uns sehr darüber, diesen Text, der auf ihrem Blog skategyrl’s Blog – Wirre Gedanken einer Nerdin erschien, auch bei uns veröffentlichen zu dürfen.

GamesCom Armband

Foto eines GamesCom-Armbandes

Wie schon erwähnt, bin ich seit der Kindheit eine begeisterte Zockerin und hatte auch dieses Jahr auf der GamesCom wieder viel Spaß (den Beitrag vom letzten Jahr könnt ihr hier nachlesen). Ich habe nur einen Nachmittag in den heiligen Messehallen verbracht, habe aber trotzdem einiges gesehen und ausprobiert und möchte euch ein bisschen davon berichten, erwartet aber bitte keine vollständige oder repräsentative Auswahl.

Als Rayman-Fan der ersten Stunde musste ich natürlich Rayman Origins von Ubisoft anzocken und kann bestätigen, dass es mindestens genauso viel Bock macht wie der Vorgänger Origins (yay!), und auch die Bosskämpfe sind mindestens genauso knackig (yay?). Der zweite Teil des 2D-Rayman-Reboots war ursprünglich nur für die Wii U geplant, der Release-Termin wurde jetzt aber extra um mehrere Monate verschoben, damit das Spiel jetzt doch auch auf allen anderen üblichen Plattform-Verdächtigen erscheinen kann (doppel-yay!). Die Entwicklungsabteilung konnte außerdem die zusätzliche Zeit nutzen, um einige Verbesserungen einzubauen. Die imho Beste davon ist, dass ein supercooler spielbarer weiblicher Charakter hinzugefügt wurde (dreifach-yay!). Und wenn ihr jetzt auch Bock drauf bekommen habt, müsst ihr gar nicht lange warten, Erscheinungstermin ist nämlich schon der 29. August 1.

Super Mario 3D World (von Nintendo, was sonst) hat mich dagegen nicht ganz so überzeugt, das liegt aber zum großen Teil daran, dass mir persönlich Platforming in 2D grundsätzlich immer noch besser gefällt und ich das 3D eher unnötig und irritierend finde. Schön ist aber, dass man auf der Wii U mit mehreren Leuten gegeneinander zocken kann und es (gasp!) mit Peach auch einen (leider weniger coolen) spielbaren weiblichen Charakter gibt. Ansonsten ist es halt, naja, ein übliches Mario-Spiel. Aber bildet euch ruhig eine eigene Meinung, mit diesem Trailer zum Beispiel.

Viel Zeit habe ich auch am Stand von Square Enix verbracht, mit dem Ergebnis, dass ich jetzt schon weiß, dass die im nächsten halben Jahr viel Geld von mir bekommen werden. Die HD-Remakes/Remixes von Final Fantasy X/X-2 und Kingdom Hearts wollte ich auch vorher schon haben und was ich auf der GamesCom gesehen habe hat mich darin nochmal bestätigt. Am Gameplay wurde soweit ich das erkennen konnte nichts signifikant verändert, dafür laufen sie jetzt eben auf der PS3 und sehen richtig gut aus. Also wer diese Games tatsächlich damals verpasst hat oder jetzt gerne nochmal anspielen möchte, ist hier an der richtigen Adresse.  Kingdom Hearts HD 1.5 Remix erscheint schon am 13. September 1, Final Fantasy X/X-2 HD Remastered leider erst am 27. Dezember 1.

Natürlich haben Square neben den HD-Verjüngungskuren auch noch neue Sachen entwickelt, unter anderem soll für die PS3 noch ein FFXIII-Nachfolgeteil erscheinen, der den Fokus komplett auf Lightning als Hauptfigur legt. Das Ganze heißt Lightning Returns: Final Fantasy XIII und soll laut Square im Februar nächsten Jahres erscheinen. Normalerweise stehe ich nicht so auf endlose Neuaufgüsse von erfolgreichen Titeln (alle, die FFXIII schon gehasst haben, hören jetzt bitte weg), aber dieses Game hat mich doch überzeugt, spätestens, nachdem ich es selbst ca. 10 Minuten lang anspielen konnte. Das Kampfsystem wurde im Vergleich zum Original komplett verändert und geht jetzt mehr in Richtung Live-Action RPG, was mir sehr gut gefallen hat. Es gibt zwar noch einen ATB-Balken, der sich mit der Zeit regenerieren muss, aber wenn der aufgebraucht ist, kann man einfach in eine von mehreren anderen Rollen wechseln (Kriegerin, Schwarzmagierin etc. inklusive Kostümwechsel, erinnert etwas an FFX-2), die in der Zwischenzeit ihren eigenen, unabhängigen ATB-Gauge schon wieder aufgeladen hat. So fallen die lästigen Wartezeiten weg, in denen man nichts machen kann, dafür spielt man (soweit ich das sehen konnte) keine Party, sondern nur Lightning alleine.

Außerdem will ich hier noch Final Fantasy XIV: A Realm Reborn erwähnen, das verdammt gut aussieht, aber mich persönlich als Online-Spiel nicht so reizt. Für die PS4 soll es dann bekanntermaßen auch noch Final Fantasy XV und Kingdom Hearts 3 geben, auf die ich auch schon richtig Lust habe, Trailer z. B. hier und hier, respektive.

Nochmal zurück zu Ubisoft, ich bin nun wahrlich kein Racing-Fan, aber dieser Trailer für The Crew hat sogar mich ein bisschen heiß gemacht. Ich werde hier auf jeden Fall mal ein Auge drauf haben. Warum ein Partyspiel wie Just Dance so eng mit Social Media verbunden werden muss, dass man mit “Freund_innen” aus der ganzen Welt zusammen tanzt, will mir dagegen nicht so ganz einleuchten. Aber schaut euch selbst den Trailer an.

Was neue Hardware angeht, habe ich die Virtual-Reality-Brille Oculus Rift ausprobiert, genauer die iRacing Demo. Das VR ist im ersten Moment ziemlich beeindruckend, es fühlt sich wirklich so an, als würdest du im Cockpit eines F1-Autos sitzen. Allerdings verleitet es auch ein bisschen dazu, sich weniger auf das Rennen zu konzentrieren und sich stattdessen einfach nur die Tribünen oder die Landschaft anzuschauen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es hier zusätzlich zum Einsatz in Games auch einen potentiellen Markt für IMAX-artige Filme gibt. Leider wird das Bild bei schnellen Kopfbewegungen doch noch relativ pixelig, hier gibt es auf jeden Fall noch Raum für Verbesserungen. Positiv überrascht war ich davon, dass die Brille, die aussieht wie ein Nachtsichtgerät, nicht zu schwer ist und nicht drückt, dafür wurde mir nach dem Absetzen kurz ein bisschen schwindelig. Reale Realität ist eben doch nochmal eine andere Geschichte ;).

Während ich in der Schlange für Oculus Rift stand, hatte ich übrigens auch reichlich Gelegenheit mir Gründe zu überlegen, warum ich den angrenzenden Ender’s Game Lasertag-Stand nicht besuchen werde. Falls ihr nicht, wisst wovon ich rede, der Autor des Buches, auf dem der Film basiert, auf dem die Lasertag-Arena basiert, Orson Scott Card, ist ein gewaltiger Heterosexist und aktiver Kämpfer gegen die Legalisierung der gleichgeschlechtichen Ehe. Aus diesem Grund wurde auch zum Boycott des Filmes aufgerufen. Ich persönlich habe mich noch nicht 100%ig entschieden, ob ich den Film sehen werde oder nicht, actionreiche SciFi ist sonst genau mein Ding, aber auf jeden Fall fand ich diesen Ethical Guide to Consuming Content Created by Awful People Like Orson Scott Card als Denkanstoß sehr hilfreich.


1 Erscheinungstermine laut Amazon.de