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Shared Memories

Hilfe, was soll ich nur schreiben?

Dieser Artikel ist Teil 28 von 48 in der Serie Community Monday

Am ersten Montag im Monat werfen wir ein Thema in die Runde, ob aktuell oder zeitlos, über das wir uns gern mit euch austauschen wollen. Rege Beteiligung mehr als erwünscht!

Ihr habt Themenvorschläge für den Community Monday? Oder wollt sogar mal einen Artikel für die Reihe schreiben? Immer gern! Meldet euch einfach über das Kontaktformular!

Wieder Montag. Wieder hatte ich mir vorgenommen, diesmal ganz bestimmt Samstag oder, nagut, Sonntag schon den Artikel für den Community Monday zu schreiben. Jedes mal nach ner halben Stunde Bildschirm anstarren dann doch den Browser wieder zu gemacht. Musik gehört, ne Runde gezockt. Nur um dann Montagmorgen wieder vor dem Bildschirm zu sitzen, diesen anzustarren und aber diesmal mit Zeitdruck. Weil heißt ja nicht „Community irgendwann in der Woche vielleicht“ sondern eben „… Monday“.

Und die anderen Tage der Woche? Was ist mit noch einem Artikel? Ist ja nicht so als gäbe es keine Artikelideen. Eigentlich gibt es sogar richtig viele. Und wenn nicht meine eigenen, dann die von meinen Mitautorinnen. Aber es kommt nix bei rum. Das Schreibventil klemmt. Lässt, wenn überhaupt, nur rinnsalweise Wörter durch. Zäh, und schleppend. Ermüdend. Und dann mit einer Taste wieder gelöscht, weil „oh gott das klingt ja grauenvoll, wer soll das bitte lesen?“

Der Community Monday wurde diese Woche gerettet, weil eine meiner lieben Mitautorinnen das Thema Schreibblockade vorgeschlagen hat, und da fiel mir dann plötzlich doch was ein. Aber so kann das doch nicht weitergehen!

Ich unterstelle jetzt einfach mal, dass von euch auch einige bloggen und das Thema Schreibblockade oder auch Schreibunlust kennen. Möglicherweise gerade selbst darunter leiden (?) oder vielleicht schon überwunden haben? Wie geht ihr damit um, wenn euch nix einfallen will? Ihr keinen Anfang findet, oder alles, was ihr schreibt für euch einfach nur bescheuert klingt?

 

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Von Susanne

Susanne ist zur Zeit hauptberuflich Weltenbummlerin und Bloggerin. Zuvor studierte sie Medientechnologie und arbeitet ein Jahr als Systemingenieurin beim öffentlich-rechtlichen Fernsehn. Zum Geek wurde sie vorallem über Computerspiele und die unlängst erwachte Freude am Webprogrammieren. Die Feministin in ihr ist sowohl Ergebnis einer empowernden Familie als auch eine Antwort auf die Erfahrungen mit dem Rest der Welt.

3 Antworten auf „Hilfe, was soll ich nur schreiben?“

Morning Pages! 500-1000 Wörter jeden Morgen schreiben, egal was. Teilweise entsteht Unsinn, teilweise cooles Zeug, aber der Zwang zu schreiben, ohne jedoch qualitativ irgendwelche Maßstäbe anzulegen, ist nach einer Weile der Übung wahnsinnig hilfreich. Unterstützt wird das sehr gut durch Seiten wie 750 words (jene Seite wird allerdings bald pay-only sein).

Also ich steh in solchen Fällen ja total auf Kontemplation.
Das Problem an der Sacher ist aber nicht, dass ich zu lange darauf kleben bleibe sondern zu kurz. Die ca. 1500 Abos im Feedreader sind schnell durch (hab da Übung drin) und ja, könnte sein, dass ich in letzter Zeit viel Gelegenheit dazu hatte und deswegen kaum was neues und interessantes dabei war. Etwas, dass mich derart von Hocker haut, dass ich erst mal ne Weile grübelnd da sitze, bevor mir überhaupt der Gedanke kommt, dass kreativ zu verwursten.
Meine jüngste größere Neuentdeckung waren OA-Papers als Inspirationsquelle, stellenweise sehr interessant aber auch sehr speziell.
Was habt ihr so für Quellen, wenn ihr euch mal mit Internet beriesel wollt?
Wiso nicht mal (sofern ihr denn auch Feeds nutzt) die Feedlisten teilen und vergleichen? [Format?]

Es kommt immer darauf an, woher die Schreibblockade kommt.
Ist zu viel anderes im Kopf. Sind die Ansprüche zu hoch? Ist es der Zeitdruck, der lähmt? Fehlt die Regelmäßigkeit für den Schreibfluss? Fehlt ein Konzept zum Schreiben?

Ich probiere seit etwas mehr als einer Woche auch das mit diesen Morgenseiten. Und auch wenn meine letzte Schreibblockade sich noch nicht ganz gelöst hat, merke ich schon, dass mir das regelmäßige freie Schreiben nur für mich sehr gut tut.
Ich kann es sehr empfehlen, regelmäßig zu schreiben. Es muss nicht unbedingt viel oder inhaltlich fundiert sein. Eine halbe Stunde am Tag, jeden Tag, am Besten zur selben oder einer ähnlichen Zeit schreiben hilft, den Kopf frei zu bekommen und auf die eigene Art und Weise des Schreibstils zu vertrauen.

Du sprichst den Unwillen an, das Geschriebene auch zu veröffentlichen, weil „das klingt grauenvoll, wer soll denn das lesen“. Mir hat mal eine gute Freundin den Tipp gegeben, alles Geschrieben als Entwurf zu sehen. Es sind oft nur die ersten Gedanken, die eine festhalten will. Die können roh und im Stil furchtbar sein. Aber sie sind dann erst einmal irgendwo und nicht mehr nur im Kopf. Bearbeiten und Überarbeiten geht immer noch.
Also in solchen Momenten einfach mal schreiben. Vielleicht etwas ruhen lassen. Und später überarbeiten. Vielleicht auch in einer Gruppe gegenseitig lesen lassen und Tipps/Ideen einholen. Vor dem Veröffentlichen. :)

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