Ada Lovelace Day

Um Frauen* die in technischen Bereichen tätig sind sichtbarer zu machen, findet heute zum vierten Mal in folge der Ada Lovelace Day statt. Obwohl bei Femgeeks eigentlich jeden Tag Ada Lovelace Day ist, folgen wir heute mal der Tradition, an diesem Tag eine solche Frau* vorzustellen. In den Kommentaren dürft ihr uns gerne auf eure eigenen Heldinnen der Technik aufmerksam machen, denn es gibt noch viele kennen zu lernen. Vielleicht habt ihr auch eine Geschichte zu erzählen und besitzt (noch) kein eigenes Blog? Immer her damit!

Geekige Frauen* zu finden, war zu Beginn meines persönlichen Blogs zu so einer Art Freizeitbeschäftigung für mich geworden. Ich konnte mit „es gibt so wenige“ oder gar „es gibt keine“ einfach nicht zufrieden sein, denn ich wusste, dass das so nicht stimmt. Als vor Kurzem bei Femgeeks eine Anfrage von ein paar Herren eintrudelte, die gerne einen Artikel zu weiblichen Geeks schreiben wollten, aber ohne unsere Hilfe anscheinend keine weiblichen Geeks finden konnten, war mal wieder so ein Moment, an dem mir die „Unsichtbarkeit“ bewusst wurde. Die Arbeit, eine Liste von Geekas zusammenzustellen, konnte und wollte ich den Anfragenden nicht abnehmen. Da ich Informatik studiere, begegnen mir vermutlich mehr Frauen* im technischen Kontext als anderen Menschen. Meine Aufmerksamkeit hat sich mit der Zeit mehr und mehr auf deren Lebensläufe, Erfahrungen und Arbeit gerichtet und wann immer mir ein vermeintlich weiblicher Name begegnet, versuche ich etwas über die Person herauszufinden.

In der ersten Woche meines Studiums in Schottland hat mir ein Tutor während eines Praktikums ein fettes Buch (Wireshark Network Analysis) auf den Tisch gelegt. Er schwärmte ausgiebig darüber, dass dieses Buch das Beste zu diesem Thema sei und dass ich unbedingt mal einen Blick hinein werfen sollte. Wie so oft blieb ich am Namen der Autorin kleben und begann später ein bisschen nachzugooglen. Das Buch wurde von Laura Chappell geschrieben, die sich selbst als „packet-geek“ bezeichnet. Packet-geek deshalb, da es sich bei Wireshark um ein Softwarewerkzeug zur Analyse von Netzwerkverkehr handelt. Also die Pakete, die innerhalb unserer Computernetzwerke hin- und hergeschickt werden, um Kommunikation zu ermöglichen und somit ein Grundbaustein für das Internet, wie wir es kennen (und lieben) sind. Laura Chappell ist Profi auf dem Gebiet der Netzwerkanalyse und hat, neben ihrem Buch, einige Institutionen gegründet, um dieses Wissen weiter zu geben. In ihrem Blog, das leider seit zwei Jahren ruht, vermittelt sie humorvoll ihre Erfahrungen und ihre Begeisterung für ihr Fachgebiet kommt aus diesen Beiträgen deutlich rüber.

Vielleicht habt ihr ja auch Lust euch Netzwerkpakete mal persönlich mit Wireshark anzuschauen. :-) Dazu gibt es online viele viele Informationen. Viel Spaß dabei und einen schönen Ada Lovelace Day! Oder wie Laura schreiben würde: „Enjoy life … one bit at a time“.