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Die deutsche Wikipedia unter der Lupe

Och Mensch Finchen, kleines Knuddelchen. 10 Stunden am Tag Artikel  korrigiert, gegen den allmächtigen Patriarchalismus angekämpft und am Ende doch verloren? Nimms positiv, jetzt hast Du viel mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens: Kochen, Abwaschen, Putzen, Schuhe kaufen und für den Partner da sein. Schreib doch mal bei Stupidedia, die brauchen Dich da ganz dolle und da kannst Du auch mit wenig Zeiteinsatz wirklich noch was bewirken. Auf dass Pi endlich kleiner als 3 wird, das ist nämlich mysogyn und faschistisch!

Das ist nur einer von vielen ähnlichen Kommentaren, mit denen in der Wikipedia-Community auf Fiona Baines Ankündigung reagiert wurde, ihre Arbeit für die deutsche Wikipedia niederzulegen.

Inhaltsübersicht

  1. Einleitung
  2. Rückblick
  3. Reaktion der deutschen Wikimedia
  4. Ist-Analyse
    1. Frauenanteil in der Wikipedia
    2. Weitere relevante Ergebnisse aus den Studien
    3. Teilhabestrukturen
    4. Allgemeiner Umgang mit neuen Autor_innen
    5. Umgang mit neuen weiblichen* Autorin_nen
    6. Umgang mit aktiven Frauen*
    7. Was ist schon legitimes Wissen?
    8. Warum trotzdem Wikipedia?
  5. Vorschläge für die Zukunft
    1. Solidarität
    2. Sanktionen
    3. Netiquette/Regelwerk
    4. Beobachten
    5. Öffentlichkeit
    6. Awareness-Team/Krisenteam/Diskriminierungsbeauftragte
    7. Schulungen/Workshops
    8. Aufhebung der Plicht zum generischen Maskulinum
    9. Überdenken von Relevanz
    10. Bewusstsein

Einleitung

Dass Wissensproduktion ein umkämpftes Terrain ist und dieser Fakt in der deutschen Wikipedia deutlich sichtbar ist, schrieb Charlott in ihrem Artikel „Wessen Wissen in der Wikipedia?„.  Fiona Baines Artikeln und Beiträgen (aber auch denen anderer feministisch verorteter Autor_innen) wurde die Validität abgesprochen, eine entbrannte Diskussion mündete in öffentlichen Schikanen, sexistischen Angriffen und Cyber-Mobbing.

Inzwischen hat das Thema weitere Kreise gezogen und nun ist bekannt, dass Fiona Baine  nicht mehr willens war, die Schikanen zu ertragen und sich endgültig sperren ließ.

Die Maskulisten-Szene feiert inzwischen sich und ihren „Erfolg“, ist aber offensichtlich nicht gewillt, die öffentlichen Diffamierungen von Fiona und anderen ihr gegenüber solidarischen Wikipedianer_innen zu unterlassen. Und: Es ist auch nicht das erste Mal, dass so etwas geschieht. In den Jahren 2005/2006 engagierte sich Barbara Mürdter bei der Wikipedia, auch sie wurde durch Maskulisten gemobbt und verließ letzten Endes im Winter 2006 Wikipedia. Sie betonte damals, die Wikipedia auch wegen der Admins zu verlassen, da diese die Angriffe gegen sie deckten.

Rückblick

Auf den geringen Frauenanteil von ca. 13% (weltweit) im Jahr 2010 reagierte Sue Gardner, Direktorin der Wikimedia Foundation, Anfang des Jahres 2011 mit dem erklärten Ziel, die Frauenbeteiligung bis zum Jahre 2015 auf 25% zu steigern. Der Gender Gap in der Wikipedia wurde insbesondere durch eine Studie der UNU-MERIT, einem Forschunsgzentrum der United Nations University, mit der die Wikimedia Foundation kollaborierte, transparent.

Natürlich würden mehr Frauen* nicht automatisch mehr feministisches Wissen und weniger Sexismus in der Wikipedia bedeuten. Doch die geringen Anteile von Frauen* sind mit Sicherheit auch nicht förderlich und machen Ausschlüsse einfacher.

Reaktion der deutschen Wikimedia

Glücklicherweise ist nun auch bei Wikimedia Deutschland, der Förderverein der deutschsprachigen Wikipedia 1, im deutschen Sektor der Wikimedia Foundation das Problem aufgegriffen worden und eine Bereitschaft erkennbar, anti-diskriminierende Strukturen und Hilfsangebote zu etablieren, die Autorinnen Anreize schaffen, in der Wikipedia zu partizipieren. Inzwischen wurde eine Mailingliste eingerichtet, die der stärkeren Vernetzung und einem intensiveren Austausch unter Frauen* dienen soll.

Erfreulich ist, dass unsere Redaktion eine Anfrage von Wikimedia mit der Bitte erhielt, die existierenden Strukturen in der deutschen Wikipedia einer kritischen Analyse zu unterziehen und Überlegungen zu treffen, wie die Problematik zu behandeln sein könnte. Zu dem Zeitpunkt hatten wir eh einen solchen Artikel geplant. Die Anfrage aber untermauerte und bekräftige die Motivation dafür und die Wichtigkeit der Thematik.

IST-Analyse

Frauenanteil in der Wikipedia

Neben der eingangs erwähnten Studie, aus der im Jahr 2010 ein Frauenanteil von knapp 13% hervorging, wurde im darauf folgenden Jahr eine weitere Untersuchung durchgeführt. Eine Steigerung des Frauenanteils wurde dieser zur Folge nicht erreicht. Ganz im Gegenteil war im Jahr 2011 ein Anteil von nur noch 8.5% Autorinnen zu verzeichnen.

Weitere relevante Ergebnisse aus den Studien

Weiterhin erwähnenswert ist, dass gemäß der Erhebung aus dem Jahr 2010 23% der Befragten (unabhängig vom Geschlecht) nicht bei Wikipedia partizipieren, weil sie „Angst davor haben, Fehler zu machen und deshalb Ärger zu bekommen“ („I am afraid of making a mistake and getting “in trouble” for it.“). In der Studie aus dem Jahr 2011 findet das Stichwort „Harassment“ erstmals Erwähnung, ein Teil der partizipierenden Frauen* „fühlt sich belästigt“ und empfindet die Community als eine „sexualisierte Umgebung“.

Teilhabestrukturen

Jede_r, der_die an der Entstehung von freiem Wissen mitwirken möchte, kann – prinzipiell – in der Wikipedia-Community mitmachen. Im Artikel Beteiligen heißt es u. a.

Sofern du Texte schreiben kannst, kannst auch du hier mitarbeiten. Du brauchst keine Hilfsmittel, die technischen Anforderungen sind minimal.

Es gibt ein Tutorial, in dem beispielsweise erklärt wird, wie Interessierte sich anmelden können, was sie beim Erstellen der Texte beachten sollten, wie neue Artikel angelegt und bestehende modifiziert werden können.

In dem Artikel Belege sind die Wikipedia-Grundsätze aufgeführt, die sicherstellen (sollen), dass die „Glaubwürdigkeit“ der Wikipedia erhalten bleibt. Hilfe können Autor_innen oder solche, die es werden wollen, über Mentorenprogramme erhalten.

Doch wie sind die Strukturen, wenn Autor_innen angegriffen werden?
Eine offizielle Stelle für Diskriminierungen gibt es jedenfalls nichts. Eine erste Möglichkeit bei Angriffen gegen die eigene Person wäre eine Vandalismusmeldung . Falls sich die Probleme auf Diskussionen zu einem bestimmten Artikel beschränken, gibt es die Möglichkeit, eine „Dritte Meinung“ einzuholen. Auch das Ansprechen von Admins/Adminas ist eine Möglichkeit. Ganz am Ende bleibt das Schiedsgericht.

All diese Gremien und Möglichkeiten sind aber nicht besetzt durch Menschen, die besonders geschult sind im Umgang mit Diskriminierungen, viel eher sind sie auf Meinungsverschiedenheiten ausgelegt. Diskriminierungen sind aber keine verschiedenen Meinungen und erfordern oftmals eine bestimmte Sensibilisierung um sie zu erkennen.

Allgemeiner Umgang mit neuen Autor_innen

Als nächstes wenden wir uns dem Umgang mit „Neuen“ in der Wikipedia zu, denn die Frauen*, die nun angesprochen werden sollen, wären zwangsläufig erst einmal „neu“. Neue Autor_innen haben erst einmal eingeschränkte Editierrechte, ihre ersten 50 Artikel Edits müssen von erfahreneren Wikipedianer_innen freigeschaltet werden, bevor sie auf der Plattform öffentlich zugänglich sind. Bei der aktuellen Geschlechterverteilung ist so natürlich schon einmal die Chance sehr groß, dass ein Mann* die Artikel Edits2 gegenliest.

Das auf der Wikipedia existierende Regelwerk ist für Neue erst einmal wenig überschaubar und kann gerade am Anfang sehr verwirrend anmuten. Dazu kommt, dass viele „ungeschriebene Gesetze“ existieren und neben offiziellen Hierarchien und Rollen sehr viele nicht transparente und schwer einzuordnende Machtgefälle existieren, die zur Zeit natürlich auch eher Männer* an höhere Machtpositionen setzen.

Weiterhin ist auffällig, dass es vielen „alten Hasen“ schwer fällt, sich in die Lage neuer Autor_innen hineinzuversetzen, was häufig zu Missdeutungen bei gemachten Fehlern führt. Diese sind aber, gerade bei Neulingen, völlig normal. Leider wird Neuen oft Vorsatz oder Bösartigkeit vorgeworfen, obwohl einfach nur die fehlende Routine mit der Plattform und den Richtlinien die Ursache sind.

Umgang mit neuen weiblichen* Autorin_nen

Das Geschlecht ist bei (neuen) Accounts nicht zwangsläufig sichtbar, die Angabe im Profil ist nicht zwingend notwendig. Macht eine neue Autorin Gebrauch von der Geschlechtsangabe, führt dies insbesondere bei Kontroversen zu einer Ungleichbehandlung gegenüber männlichen* Wikipedianer_innen. In einer Studie, die sich speziell mit der Gender-Thematik in der Wikipedia befasst hat, wurde nachgewiesen, dass Autorinnen in der Community anders behandelt werden als Autoren. Gerade neuen Frauen*, die beispielsweise in einer Diskussion darüber, was in einen Artikel gehört oder nicht, auf ihrer Positionen beharren (wollen), haben es schwer(er). Außerdem werden von ihnen stereotype, weiblich* konnotierte Eigenschaften und Verhaltensweisen erwartet wie ein ruhigerer Umgangston und Unterordnung. Verhält sich eine – neu angemeldete – Frau* konträr zu diesen Erwartungen, führt gerade das bei Kontroversen zu großen Reibungspunkten. Vielen Frauen* fällt es gerade als Neuling besonders schwer, sich in solchen Situationen zu behaupten und nicht „nachzugeben“.

Umgang mit aktiven Frauen*

Viele der Punkte haben wir hier oder im vorangegangenen Artikel schon benannt. Immer wieder müssen Frauen* in der Wikipedia sich mit sexistischen Äußerungen auseinandersetzen. Die Nutzerin Anneke Wolf hat dazu eine Sammlung angelegt. Es finden sich dort Äußerungen, die auf Stereotype abzielen, sexuelle Anspielungen, Abwertungen von Gender-Themen und allerlei sexistische Beschimpfungen. Die Autorinnen* und ihr Wissen werden immer wieder per se in Frage gestellt.

Es ist nicht verwunderlich, dass es bereits auch für diese Sammlung einen Löschantrag gibt, da es sich – angeblich – bei der Seite um „üble Nachrede“ handelt. Das wortwörtliche Zitieren *istischer Aussagen ist aber kein *ismus, die *istischen Aussagen sind es aber!

Dass sich die Angriffe nicht nur Wikipedia-intern abspielen, müssen vor allem Autorinnen* (und auch einige Autoren*) erfahren, die sich dezidiert mit Texten auseinandersetzen, in denen es in irgendeiner Art und Weise um *ismen, insbesondere um Sexismus handelt. Sie werden in anderen Foren und auf anderen Seiten verunglimpft und es wird versucht herauszukriegen, welche Person hinter welchen Account steht. Solche Kampagnen die parallel zu „edit wars“ in der Wikipedia stattfinden, ermutigen natürlich nicht zum aktiven Einsatz bei Wikipedia.

Was ist schon legitimes Wissen?

Dieser Punkt kann hier nur kurz angerissen werden, da eine ausführliche Diskussion den Rahmen des Textes endgültig sprengen würde. Die Frage, auf die aber immer wieder vieles zurückfällt, bleibt: Wessen Wissen steht in der Wikipedia?

Viel Wissen, auf welches heute am ehesten zugegriffen wird, ist aus einer weiß-männlich dominierten Wissensproduktion heraus entstanden. Bis heute bleibt dieses Wissen unmarkiert im Gegensatz zu anderen Wissensproduktionsformen, so gibt es „Geschichte“ dann zusätzlich als „das Andere“, aber mittlerweile beispielsweise Black History oder feministische Geschichte.
In der jetzigen Verfasstheit der Wikipedia scheint es vorprogrammiert zu sein, dass weiterhin eher weiß-männliches Wissen wiedergegeben wird und alles, was dem widerspricht noch umkämpfteres Terrain ist als ohnehin schon.

In einer der Richtlinien zum Schreiben für Artikel wird der Grundsatz festgehalten „Artikel sollen nur überprüfbare Informationen aus zuverlässiger Literatur enthalten.“ Es steht dort aber auch, dass die Artikel „gut gesichertes, etabliertes Wissen“ enthalten sollen. Wer aber entscheidet letzten Endes, was etabliertes Wissen ist? Auf der anderen Seite können diese Grundsätze aber auch hilfreich sein. Gerade feministisches Wissen wird mittlerweile seit einigen Jahrzehnten auch an Universitäten produziert und es gibt viel Sekundärliteratur, die als angemessene Quelle gilt. Allerdings bleiben Quellen so auch elitär und alternative Wissensproduktionsformen, die gerade bei herrschaftskritischen Diskursen eine wichtige Rolle spielen und spielen sollten, werden von vornherein abgewertet. Darüber hinaus gibt es schon lange eine Diskussion darüber, ob zu allen möglichen Themen Beiträge erstellt werden können oder ob auch das Thema an sich erst einmal relevant sein muss. Auch diese Relevanzprüfung spricht eher gegen das Aufnehmen von kritischem Wissen.

Warum trotzdem Wikipedia?

Es gibt sehr viele Gründe, sich nicht in der Wikipedia zu engagieren. Manchmal ist es vielleicht auch einfach besser, Energien in Alternativprojekte jenseits des Mainstreams zu stecken. Letzten Endes aber ist Wikipedia für sehr viele Menschen verschiedenster Hintergründe eine erste Anlaufstelle, um sich über ein bestimmtes Thema zu informieren. Egal, wie oft in der Schule gepredigt wird, dass Wikipedia keine adäquate Quelle ist, im Alltag spielt das keine Rolle. Umso tragischer wäre es, wenn Wikipedia nur das Wissen einer bestimmten Bevölkerungsgruppe repräsentiert und dann auch noch von der, die eh strukturell besonders privilegiert ist.

Vorschläge für die Zukunft

Katrin Rönnicke fasst in ihrem Artikel „Antifeminismus und Wikipedia – jetzt erst Recht!“ bereits drei essentielle Parameter zusammen, die Voraussetzungen und Anreize schaffen können, Frauen* als Wikipedianerinnen – dauerhaft – zu gewinnen:

Gebt uns Rückendeckung!  […]
Gebt uns eine Vernetzungsstruktur! […]
Schafft Strukturen! […]

Was könnte also von Seiten der Wikipedia, Wikimedia und den bereits Partizipierenden getan werden, um eine dauerhafte Veränderung der derzeitigen Strukturen herbei zu führen?

Solidarität

Es würde schon helfen, wenn alle, in welcher Form auch immer, Beteiligten sich – am besten öffentlich – solidarisch mit Betroffenen erklären, wenn sie feststellen, dass einer Autorin Ungleichbehandlung, Diskriminierung, Mobbing o. ä. widerfährt. Mit dem Wegsehen und vor allem Bagatellisieren von diskriminierenden Handlungen werden die bestehenden Strukturen perpetuiert. Unterstützt die Betroffenen!

Vielleicht kann die Community konkrete Solidaritätsaktionen unabhängig von aktuellen Vorfällen planen und einrichten. Ein Tumblr-Blog, auf dem „Zettel“ gesammelt werden, aus denen klar hervor geht, warum eine höhere Frauenbeteiligung in der Wikipedia gewünscht ist, warum das gut ist und warum sich das positiv auf die Community auswirkt, ist nur eine von vielen kreativen Möglichkeiten, auf die bestehenden Strukturen aufmerksam zu machen.

Sanktionen

Bei unseren Recherchen waren wir entsetzt, wie viele beleidigende, hochgradig sexistische und anderweitig diskriminierende Kommentare in der Community unmoderiert stehen bleiben. Ungeheuerlich ist auch, dass diskriminierende Texte oft nicht gelöscht werden, während allerdings immer wieder diskutiert wird, ob „Sexismus-Vorwürfe“ generell als schwerwiegende persönliche Angriffe sanktioniert gehören.

Für uns ist nicht nachvollziehbar, dass Benutzer_innen mit administrativen Rechten nicht moderierend und sanktionierend intervenieren. Ohne eine solche Instanz wird es aber schwer möglich werden, grundlegende Veränderungen in der Community herbeizuführen.

Wir wünschen uns auch von der Wikimedia Foundation intervenierende Maßnahmen. Wir sind der Ansicht, dass dies nicht allein der Community überlassen werden kann.

Netiquette/Regelwerk

Die Etablierung einer entsprechenden Netiquette mit einem transparenten Regelwerk ist sicher hilfreich und sinnvoll. Selbstverständlich kann u. U. Fehlertoleranz eingeräumt werden. Nutzer_innen, die jedoch wiederholt und dauerhaft beleidigend, diskriminierend,  diffamierend, mobbend und/oder anderweitig geschmacklos auffallen, haben, unserer Meinung nach, nichts in der Community zu suchen.

Beobachten

Die Community und Wikimedia sollte die Entwicklung genau(er) mitverfolgen, beobachten und darüber berichten.

Öffentlichkeit

Die Problematik braucht (mehr) Öffentlichkeit. Es bringt nichts, sexistische Vorfälle unter den Teppich zu kehren. Es bringt genauso wenig zu verleugnen, dass bestimmte Interessengruppen hinter bestimmten sexistischen Kampagnen stehen. Erste Schritte sind ja bereits in den letzten Tagen getan worden, aber das reicht nicht. Das Öffentlich-Machen von Mobbing, Stalking und diskriminierenden Strukturen ist nicht zuletzt ein Zeichen der Solidarität und Schutz für die Betroffenen.

Awareness-Team/Krisenteam/Diskriminierungsbeauftragte

Es macht möglicherweise Sinn, Teams zu benennen und einzurichten, die als „Radar“ fungieren, die Vorgänge auf Wikipedia beobachten und dokumentieren und in Krisensituationen intervenieren (können).  Das setzte allerdings voraus, dass ein solches Team für die Themen sensibilisiert und/oder geschult ist. Es ist wichtig zu wissen, was Sexismus oder andere *Ismen eigentlich sind und wie sie funktionieren, anders können Menschen sie als solche nicht „identifizieren“.

Schulungen/Workshops

Mit Unterstützung der Wikimedia können möglicherweise in regelmäßigen Abständen Schulungen und Workshops zu den genannten Problemfeldern, aber auch allgemeiner Art organisiert werden, um Bewusstsein für dysfunktionale Strukturen und Wissen über *Ismen verschiedenster Art zu schaffen. Dabei sollte auch darauf geachtet werden, wer diese Schulungen hält.

Aufhebung der Plicht zum generischen Maskulinum

Die Pflicht zum generischen Maskulinum in Wikipedia-Artikel schreibt in jeden dieser Texte sexistische Strukturen mit ein. Es sollte die Möglichkeit geben, andere Formen zu wählen.

Überdenken von Relevanz

Wenn es um Relevanz geht, sollte immer auch diskutiert werden, wer_welche wie davon profitiert, dass etwas als nicht relevant eingestuft wird. Und wer_welche etwas davon hat, dass bestimmte Quellen als wichtiger gelten als andere. (Wer kann denn z.B. auch mehrheitlich akademisches Wissen und somit Sekundärliteratur produzieren?) Antworten auf diese Fragen und vor allem eine passenden Umgang damit zu finden, wird nicht einfach, denn ein Aufweichen bestimmter Regeln könnte natürlich auch andere Folgen haben. Trotzdem sollte nicht aufgegeben werden, an dieser Stelle weiterzudenken.

Bewusstsein

Von gerechten und diskriminierungsfreien Strukturen profitieren alle! Sie sind gesund, sie schaffen Motivation und eine positive (Arbeits-)Atmosphäre in der Community. Die Qualität der Artikel wird steigen! Es gibt bereits unzählige Studien, die nachgewiesen haben, dass (Arbeits-)Zufriedenheit und ein gesundes (Arbeits-)Klima einen hohen – positiven – Einfluss auf die Qualität der (Arbeits-)Ergebnisse haben.

Darüber hinaus ist Wikipedia mit dem Ziel angetreten viel Wissen zugänglich zu machen. Es wäre doch sehr schade, wenn es sich dann letzten Endes doch auch ausschließlich um das Wissen handelt, welches in der Schule gelehrt und nicht hinterfragt wird.

Wir bedanken uns sehr bei allen aktiven und ehemalig aktiven Wikipedia-Autor_innen, die uns mit Material versorgt, Ideen beigetragen, Unterstützung angeboten und unsere Fragen beantwortet haben.


1 Auf Wunsch von Wikimedia Deutschland nachträglich geändert.
2 Danke für den wichtigen Hinweis zur Korrektur, wir haben Wikimedia per E-Mail gebeten, das auch im Gastbeitrag auf deren Blog zu ändern. Die Korrektur steht noch aus wurde inzwischen durchgeführt.

34 Antworten auf „Die deutsche Wikipedia unter der Lupe“

Besten Dank für die Zusammenstellung.

Mit der Solidarität gibt es ein praktisches Problem: Die Diskussionen und Streitigkeiten sind auf so vielen unterschiedlichen Diskussionsseiten, Vandalismusmeldungen und Löschanträgen verteilt, dass niemand mehr entscheiden kann, wer mit wem welchen Konflikt austrägt und ob tatsächlich eine von zwei Streitparteien irgendwie im Recht ist. Und hinter scheinbar weiblichen Nicknamen stecken oft genug Männer.

Weicht man jedoch auf persönliche Netzwerke von Leuten aus, die sich gegenseitig unterstützen, kommt man leicht in ein Lagerdenken. Jemand hat den Edit meines Mitstreiters / meiner Mitstreiterin editiert, also ist er / sie im gegnerischen Lager. Das passiert selbst in scheinbar konfliktfreien Themengebieten wie Mathematik.

Doch das Grundprinzip der Wikipedia ist ein konstruktiver Streit um bessere Lösungen. Doch das Miteinander kippt oft in ein „Gegeneinander“ um. Die Administratoren fungieren hier lediglich als Bremse. Das sieht man zum Beispiel an der Policy, dass immer die „falsche“ Version gesperrt wird. Heißt: in der Sache wollen sie lieber gar nicht entscheiden.

Gesucht wird also eine „goldene Mitte“ – wie könnten die Strukturen aussehen?

Einen wichtiger Aspekt ist, dass Wikipedia eine Vielfalt der Autoren braucht, um qualitative Ergebnisse zu liefern. Gibt es außerhalb des Gebiets Feminismus plastische Beispiele, wo die weibliche Perspektive fehlt?

Zum Thema Solidarität: Sicher gibt es irgendwelche Szenarien, wo das ausgesprochen kompliziert ist. Wenn aber Autor_innen in Männerrechtsforen verunglimpft werden, sollte da nicht lange überlegt werden müssen. Und auch eben da wäre Schulungen für Admins/Adminas angebracht um zu erkennen, wann es sich um Diskriminierung handelt und wann um inhaltliche Diskussionen.

Zu deiner letzten Frage: Feminismus ist nicht einfach noch ein Gebiet, sondern durchaus auch ein Werkzeugkasten um an Themen heranzugehen. Dabei geht es auch nicht um eine dezidiert weibliche Perspektive (wäre die Annahme, dass es eine solche gäbe, ja auch ziemlich essentialistisch). Eine herrschaftskritische Hinterfragung (so möchte ich das hier mal nennen, um auch andere Diskriminierungsformen mit einzuschließen) kann jedem Thema gut tun.

Danke, ich würde aber doch die Maskulisten-Kampagne als Sonderfall sehen und das oben beschriebene Problem als Regelfall. Unter anderem deshalb bin ich seit Jahren kein aktiver Wikipedia-Autor mehr.

Auf unangemeldete oder wenig aktive Autoren, die dezidiert Partei ergreifen, reagieren Admins auf schlechter Erfahrung allergisch — genau das ist ja auch die Strategie von Maskulisten-Foren.

Das mit dem „Werkzeugkasten Feminismus“ ist ein spannendes Bild – hat dazu jemand ein praktisches Beispiel?

Ist dir bewusst, dass du essentiell vom Thema ablenkst? Es geht im Artikel vor allem darum, wie und durch welche Strukturen Frauen* vom Mitarbeiten abgehalten werden. Mag dies auch mit generell abschreckenden Strukturen verquickt werden, hilft es hier niemandem weiter, wenn du dieses spezielle Sexismus-Problem „verallgemeinern“ möchtest.

@ Solidarität Es ist ganz einfach:
Person a in Diskussion auf Wikipedia: *sexistische Beleidigung einfügen*
Solidarische Person b: Hey, das ist sexistisch und geht nicht in Ordnung.

Oder
Person a: *Blogpost schreib, in dem Autorin* diskreditiert wird
Person b kommentiert Blogpost: „Du stellst hier völlig vereinfachte und sexistische Behauptungen auf.“ *gegenargumentier.*

Tada. Hier geht es nicht um „Seiten wählen“, wo man erst mal „die richtige“ ermitteln muss. Wie die Autorinnen* anmerkten, ist Diskriminierung etwas anderes als eine klassische Diskussion, weil es sich nicht um eine Diskussion handelt (daher ist es auch nicht hilfreich, dass du die Problematik zu verallgemeinern suchst). Bei Diskriminierung gibt es nur: vorhandenen Diskriminierung. Und gegen die ist in jedem Falle einzutreten – sprich, sich zu solidarisieren.

Deine Argumente zum Thema Solidarität sind sehr einleuchtend, mir fehlt aber ein bestimmter Gesichtspunkt: Es sollte ganz klar sein, dass sexistische Anfeindungen, wie sie z.B. in der oben verlinkten Sammlung von Anneke Wolf auftauchen, nicht geduldet werden, ganz gleich ob sie aus dem eigenen oder dem gegnerischen Lager kommen. Das Problem ist nicht (nur), dass aus Meinungsverschiedenheiten schnell Edit Wars entstehen, sondern vor allem, dass speziell für Frauen durch solche Sprüche ein feindliches Klima erschaffen wird. Und überall, wo das passiert, muss das Prinzip der Solidarität greifen.

Sicher ein richtiger Punkt – aber da kann ich auch gleich praktisch zeigen, was ich meine. Versuch einmal herauszufinden, ob ein beliebiger Edit von der Liste geahndet wurden, mit welcher Begründung, welche Gegenargumente es gab und an welchen Stellen dies von welchen Admins entschieden wurde.

?? Welcher Teil hindert dich daran, einfach zu schreiben: „Hey, das ist nicht in Ordnung, weil sexistisch.“? Hast du Angst, dass das vielleicht mehrere sagen? Wäre das … schlimm?

Mir geht es darum, dass du Tinuquins Aussage problematisiert hast, als würde das eine riesen Hürde darstellen. Ein „hast Recht“ hätte es sonst wohl getan.
Aber wir müssen das jetzt nicht bis in kleinste ausdiskutieren.

Ich finde Torsten spricht hier schon einen ganz sinnvollen Punkt an, denn es gibt in gewisser Hinsicht wirklich ein praktisches Solidaritätsproblem, zumindest wenn man Solidarität in diesem Zusammenhang als direktes Eingreifen in die Auseinandersetzungen auf Wikipedia verstanden haben möchte. Es ist ja nunmal ein Fakt, dass die Plattform für Neulinge schwer zugänglich ist und die Konflikte in einem derart unüberschaubaren Netz von Diskussionsseiten ausgetragen werden, dass es kaum möglich sein wird, überall präsent zu sein.

Aber letztlich ist es doch auch nicht unbedingt die Aufgabe feministischer Gesellschaftskritik Konzepte für irgendwelche Flamewars zu entwickeln, sondern solche Misstände öffentlich zu Thematisieren und Räume für kritische Diskurse und gesellschaftliche Gegenmacht zu eröffnen, weshalb gerade eine solche kritische Berichterstattung, wie hier in diesem Artikel, immer wieder wichtig ist.

Ich weiß auch nicht, ob Schulungen für die Administrator_innen die Lösung des Problems sein können, denn ein formeller Unterricht der verschiedene Diskriminierungsformen zum Inhalt hat ist zwar über alle Maßen sinnvoll(!), aber in seiner Reichweite auch sehr begrenzt, denn er wird voraussichtlich nichts an der ideologischen Verfasstheit der jeweiligen Menschen ändern, die ja als Administrator_innen auch keine neutrale Institution verkörpern, sondern sich im selben politischen Spannungsfeld bewegen, wie alle anderen auch.

Letzten Endes ist Solidarität mit den Betroffenen nur als politisches Projekt im öffentlichen Raum zu haben und kann nur funktionieren, in dem konstant politischer Druck auf die entsprechenden Institutionen oder Plattformen ausgeübt wird.

Nein.
Du stellst es als ein Ding der Unmöglichkeit dar, sich zu solidarisieren, obwohl es ganz einfach ist.
Niemand soll in jeder Diskussion anwesend sein. Es geht darum, dort etwas zu sagen, wo man etwas bemerkt.
Ja, alle sind überall sexistisch. Und warum genau soll das bedeuten, dass Leute auf der Wikipedia sich nicht gegen Sexismus aussprechen müssen, bis „genug Druck auf die entsprechenden Institutionen“ ausgeübt wurde? Glaubst du Änderungen fallen vom Himmel, weil irgendwelche Institutionen sie beschließen?

Und wie Tinuquin sagt: Auf Sexismus muss aus allen Lagern reagiert werden. Dafür muss man nicht „gegen“ das kritisierte Lager sein.

Ich bin mir nicht sicher ob Schulungen überhaupt eine praktikable Option sind. Alle Ämter in der Community sind ja reine Ehrenämter. Die Teilnahme an den (vom Verein finanzierten? von wem durchgeführten?) Schulungen wäre dann natürlich auch freiwillig. Wahrscheinlich würde sich dann auch die Frage stellen, warum es zu Sexismus Schulungen gibt, nicht aber X anderen Themen usw. Dass darauf viele Ehrenamtliche Lust haben kann ich mir schwer vorstellen.

Wikimedia hat gerade mit der „Admincon“ begonnen, die deutschen Wikipedia-Admins anzusprechen, Geld für Workshops und evtl sogar Reisekosten ist genug vorhanden. Natürlich nimmt an solchen Veranstaltungen nur ein Teil der Administratoren teil, aber die so geschaffene Plattform lässt sich für Sensibilisierung in Sachen Diskriminierung nutzen ohne andere Themen auszuschließen.

Das Community-Projekt-Budget hatte längst ein Projekt zum Thema mit einem Budget von 26000 Euro bewilligt, um Wikipedia für Frauen gastlicher zu gestalten — leider ist die Initiatorin abgesprungen. Wenn jemand das Projekt übernehmen oder ein eigenes vorschlagen will, findet hier weitere Infos

http://blog.wikimedia.de/category/freiwillige/community-projekt-budget/
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Community-Projektbudget

Leider sind die Maskulisten nur die Spitze des Eisbergs, an dem die Probleme in der Wikipedia nun aufbrechen. Das Denken, das der theorie- und geschichtslosen und eigentlich dümmlichen maskulistischen Propaganda zu Grunde liegt, wird längst von langjährigen WP-Autoren vertreten und findet sich in Artikeln wie in den Diskussionen wieder.

Zu der Frage, wo die weibliche Perspektive fehlt: Ich finde den Ausdruck problematisch, da wir damit schnell in einem Essentialismus landen. Er wird von Ratgebern „Warum Frauen dies nicht können und Männer das nicht“ im Mainstream verbreitet.

Der Beitrag von Autorinnen hingegen ist eine Frage der praktischen Gerechtigkeit, der eigentlich doch selbstverständlichen gleichrangigen Teilhabe beider Geschlechter auch an der Wissensproduktion und – darstellung. Das übrigens bedeutet Femininismus.

Auf viele Themen – von der Geschichte bis zu den Naturwissenschaften – haben Frauen, Wissenschaftlerinnen, Feministinnen einen anderen Blick und können anderes Wissen einbringen, aufgrund einer anderen kollektiven Geschichte und aufgrund ihrer Auseinandersetzung mit dieser Geschichte und dem, was jahrhundertelang als herrschendes Wisssen galt.

Ein Thema in der Wikipedia, wo es seit Jahren und aktuell „brennt“, ist „Beschneidung weiblicher Genitalien.“ Der Beitrag von fachlich hervorragenden Autorinnen muss hier immer wieder aufs Neue erkämpft werden – auch mit Unterstützung von einigen Männern. Bei diesem Artikel fehlt die Kompetenz von Frauen „in eigener Sache“.

Wikipedia ist nicht postgender – Wikipedia ist vor-feministisch.

Ich finde es schon sehr erstaunlich, welche Wellen der Entrüstung und Entgleisungen die Forderung nach Solidarität mit sich bringt.

Eine sexistischer Angriff ist großer Riesen-Kackmist, eine öffentliche Denunzierung und Diffamierung einer Wikipedia-Autorin ist einfach nur bösartig und grausam.

Anstatt dass das eine_r von einigen hier Kommentierenden mal klar äußert, dass das in der Tat richtig schlimm ist, wird eine Anspruchshaltung laut, die die „Vorgeschichte“ beleuchtet haben möchte und Solidarität wird problematisiert (was ist daran so schwer, einen Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass eine sexistische Beleidigung einfach nur scheiße ist?).

Ich finde es schon schlimm genug, wie Fiona auf dem Wikimedia-Blog attackiert wird. Anstatt, dass sich hier und dort mal eine_r solidarisch erklärt, werden ihre Aussagen in Zweifel gezogen und die ganze Kampagne bagatellisiert.

Das ist Derailing und das ist Victim Blaiming. Schluss damit! Es reicht.

@Fiona Baine

Es tut mir Leid, wieviel Mist dir immer noch begegnet.

Das und viele Reaktionen auf unseren Artikel, die sich an dich richten, sind einfach nur grausam und unzumutbar.

Wenn wir als Femgeeks etwas für dich tun können, lass es uns wissen.

Als Nachtrag und Service für diejenigen, die es offensichtlich nicht verstanden haben:

Eine Diskussion ist hier absolut erwünscht. Derailing und Victim Blaiming hingegen nicht! Dass auch anders diskutiert werden kann, kann man ja in diesem Diskussionsstrang zum Glück(!) auch erkennen!

[…] Femgeeks nimmt die deutsche Wikipedia unter die Lupe und mach deutliche maskulinistische und männlich patriarchale Strukturen aus. Zum Einen werden Artikel1 neuer Autor_innen von „erfahrenen Wikepediener_innen freigeschaltet“ beim vorhandenen Geringen Frauenanteil meist Männer. Zum anderen: „Viel Wissen, auf welches heute am ehesten zugegriffen wird, ist aus einer weiß-männlich dominierten Wissensproduktion heraus entstanden. Bis heute bleibt dieses Wissen unmarkiert im Gegensatz zu anderen Wissensproduktionsformen, so gibt es „Geschichte“ dann zusätzlich als „das Andere“, aber mittlerweile beispielsweise Black History oder feministische Geschichte.“ Da Wissen nur aus überprüfbaren Quellen stammen soll, entsteht ein patriarschal-weisser Zirkelschluss in sich. […]

1 Edit Maya: Es handelt sich um die ersten 50 Bearbeitungen (Edits) und nicht Artikel.

Ich fand Euren Artikel wirklich gut und einleuchtend. Bei Wikipedia mitschreiben werde ich trotzdem nicht. Warum? Ich habe mir nach der Lektüre gerade mal die Mühe gemacht, mir die Löschdiskussion zur von Euch zitierten Zusammenstellung von Anneke Wolf durchzulesen. Mühe ist genau das richtige Wort, denn es ist schon wirklich anstrengend, sich durch diesen unübersichtlichen Wust an Argumenten zu wühlen. Das ist so eine schreckliche Mischung aus Formalismus, Agression und Sexismus. Nein, danke! Als auf einem Spezialgebiet fachlich versierte Frau kann ich nur sagen, in diesem Umfeld werde ich sicher nicht meine Zeit vergeuden. Hut ab, dass Ihr Euch Gedanken macht, wie es besser werden kann. Aber aus der Sicht des Individuums gesprochen scheint es mir wirklich, dass frau sehr viel Zeit und Nerven braucht, sich ehrenamtlich bei Wikipedia auf Kleinkriege über Wissen einzulassen. Ich kann alle Leute verstehen, die sich lieber ein befriedigerendes Hobby suchen.

Fiona Baine: „Wikipedia ist nicht postgender – Wikipedia ist vor-feministisch.“
Spätestens mit dem Hinschmiss von Jesusfreund kippte das Projekt auf die braun-rechte Seite. Der wirkliche Skandal ist, dass diese Leute dann alles was links, linksliberal, queer, sozialistisch, sozialdemokratisch, jungdemokratisch sich äusserte, aus dem Projekt gemobbt hat. Soziallotse, Thomas7, Brummfuss, Widescreen und eine Menge Hinschmisse wie von dem queeren Lysis. Ich hab das zum Anlaß genommen, diese Mißstände in meinem Blogg zu thematisieren: Einfach oben auf Thomas7 klicken. Thomas7 Sieben.

Einige Textpassagen gelöscht. Wir haben prinzipiell nichts gegen Rants, diese sollten jedoch in einem gewissen Rahmen bleiben, keine Stereotypen bedienen und keine *istischen Aussagen beinhalten. Bitte auch einen Blick in die Netiquette werfen.

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